kathodischer Korrosionsschutz

Nach DIN 50900 eine Schutzart, bei welcher der zu schützende Gegenstand zur Kathode eines elektrochemischen Elementes oder eines Streustromkreises gemacht wird. Hierbei handelt es sich um das kathodische Polarisieren eines Werkstoffes mit elektrischem Gleichstrom, um die Korrosionsgeschwindigkeit zu verringern oder die Korrosion ganz zu verhüten. Der zum Polarisieren erforderliche Gleichstrom kann

  1. unter Anwendung einer Fremdelektrode von einer äußeren Stromquelle zugeleitet werden oder
  2. elektrochemisch erzeugt werden, indem man ein elektrolytisches Element herstellt, in dem der zu schützende Gegenstand Kathode und eine elektrochemisch aktive Gegenelektrode Anode ist (Legierungen aus Aluminium. Magnesium, Zink). Die unedleren Elektroden werden auch als Schutzanoden oder Opferelektroden bezeichnet. Der für den Schutz erforderliche Gleichstrom kann gegebenenfalls auch durch Streustromableitung (→ Drainage) oder Streustromabsaugung erhalten werden.